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Gedichte

poetische Impressionen von Edith Schwenzfeier

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  Ballade von der Ilz-Jungfrau

 Die Ilz

Kleinod Ilz

 

Entlang der Ilz, da wandre ich,

erfreue an der Schönheit mich,

an Blumen, die am Rande stehn,

an Tieren, die ich nie gesehn,

am Wald, der bis zum Ufer reicht

und Wasser, was dem Spiegel gleicht.

 

Und wend' mein Aug' zum Wasser ich,

seh' lustig springen ich den Fisch

als wolle er erzählen mir:

Schau an mein Reich, ich zeig es dir.

In diesem Fluss fühl ich mich wohl,

ich wünsch, dass es so bleiben soll.

 

Erblicke ich die Akelei

und lausch entspannt dem Vogelschrei

dazu das weite Himmelszelt,

weiß ich, hier ist sie heil die Welt;

und wünsche mir ganz insgeheim,

so müsste es für immer sein.

 

Wird dieser Wunsch uns je erfüllt,

der nicht nur für die Ilz hier gilt?

Dann muss der Mensch sich ändern auch,

will er verstehn den Wald, den Strauch,

die Blumen dort am Wegesrand,

die Berge all in seinem Land.

 

Hat er dabei bis jetzt erkannt,

welch Kleinod fließet durch das Land,

was unbedingt er schützen muss,

damit der Nachwelt dieser Fluss

erhalten bleibt so schön und rein,

so glänzend wie ein Edelstein?